Fido, männlich kastriert, geb. am 01.01.2006, Appenzeller Mix, Herkunftsland: Schweiz, Zuchtland: Schweiz

Grüezi

Ich bin schon seit vielen Jahren im Tierheim. Der Start war etwas holprig. Als ich ins Tierheim kam, habe ich sehr viel Zeit in Anspruch genommen (mehrere Jahre) bis ich den Mitarbeitern vertraut habe. Sehr lange liess ich mich nicht anfassen, striegeln, anleinen, spazieren führen, auch wollte ich nicht, dass sie mir ein Halsband anzogen wird. Ich wollte einfach in Ruhe gelassen werden! Die Mitarbeiter haben mich im Aufenthaltsraum hausen lassen, wo sie ihre Pausen verbrachten. So konnten wir uns Schritt für Schritt annähern und uns lieben lernen. Nun bin ich in meine Jahre gekommen. Je älter das ich werde, desto anhänglicher werde ich. Ich liebe es um meine gewohnten Menschen zu sein. Das war am Anfang unvorstellbar aber nun ist es umso schöner. Da ich mich so gut entwickelt habe, versuchen sie ein neues Zuhause für mich zu finden damit ich meinen wohlverdienten Ruhestand antreten kann. Natürlich bin ich weiterhin sehr eigenwillig. Aber wir haben uns sehr gut kennen gelernt und die Mitarbeiter wissen wo meine Grenzen liegen. Unterdessen dürfen sie mich sehr oft streicheln, am liebsten am Kopf, der Rücken ist mir manchmal noch ungeheuer😉. Bürsten funktioniert weiterhin nicht, ebenso wie jeglichen Tierarztbesuch. Unterdessen gehe ich aber sehr gerne spazieren und lasse mich auch immer anleinen. Geschirr oder Halsband anziehen finde ich immer noch doof. Man muss mich halt so nehmen wie ich bin. Durch meine Macken brauche ich im neuen Zuhause einen eingezäunten Garten. Da kann ich, wenn ich einmal einen schlechten Tag habe und ich mich nicht anfassen oder anleinen lassen will, nur den Garten geniessen und mich dort versäubern.

Ich erinnere mich nicht immer an alles. Die Mitarbeiter lächeln mich dann an und sagen; „ach Fido stehst du wiedereinmal etwas neben dir“. Anscheinend ist das im Alter normal, dass ich vergesslich werde. Da kann es sein, dass ich vergesse mein Geschäft draussen zu machen und dann passiert es drinnen. Aber zum Glück nehmen das die Mitarbeiter locker und sind nicht böse. Sie sagen hier, dass ich etwas senil werde und lassen mich zum Beispiel öfters raus, damit kein Unfall passiert.

Ich liebe es spazieren zu gehen und benehme mich auch erste Klasse an der Leine. Ich erschnüffle alles gründlich und habe es gar nicht eilig. Ich darf regelmässig auf Seniorenspaziergänge was ich sehr geniesse. Aber lange Spaziergänge kann ich körperlich nicht mehr mithalten. So 15-20min ist ideal, danach muss ich mich wieder erholen. Mit anderen Tieren wie z.B. Katzen verstehe ich mich sehr gut. Andere Hunde nerven mich zum Teil, da sie mich nicht in Ruhe lassen und zu stürmisch sind. Auch habe ich irgendwie selber kein gutes Flair mit meinen Artgenossen. Da ich sie nicht mehr gut sehe, stolpere ich oft in diese hinein. Das mache ich wirklich nicht extra aber es kommt bei meinen Hundefreunden meist nicht wirklich gut an. Am liebsten bin ich immer mit dabei und fahre auch gerne Auto. Aber einsteigen ist zum Teil ein Problem, da meine Sprungkraft im Alter nachgelassen hat und ich logischerweise nicht hochgehoben werden möchte. Ich bin ein klassischer Appenzeller, wenn es ums bellen geht. Wenn irgendwo etwas läuft oder mir etwas nicht passt kann ich sehr ausdauernd bellen. Die Mitarbeiter suchen für mich ein ruhiges Zuhause ohne Trubel damit ich altersentsprechend viel schlafen kann.

Wer geht mit mir den letzten gemeinsamen Weg? Ich weiss, wenn wir keine passende Familie finden, geht das Tierheim mit mir die letzten Schritte und werden mich mit ganz viel Liebe unterstützen. Ich darf solange hier sein, wie es mir gut geht, dass weiss ich. Aber ich hoffe, dass draussen in der grossen weiten Welt eine gute Seele wartet und mich zu sich nach Hause nimmt und die letzten Jahre gemeinsam mit mit verbringt. Die Mitarbeiter sagen, dass ich ein einzigartiger Begleiter bin und perfekt bin so wie ich nun eben bin. Ich hoffe ganz fest, dass das auch andere Personen noch erkennen und ich meinen Lebensabend in einem ruhigen Umfeld geniessen kann.

Sollten Sie für mich eine Patenschaft übernehmen, wäre das natürlich toll, denn wie schon am Anfang erwähnt, stehen die Aussichten für mich die passenden Menschen zu finden nicht sehr gut. Ich bedanke mich heute schon für Ihr Wohlwollen und bin einfach nur dankbar, dass ich hier leben darf!

Tierheim Paradiesli

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